Möblierte Wohnung vermieten
Markus Rosenthal von Wunderflats sitzt mal wieder bei uns im Studio. Diesmal nehmen wir den Pressesprecher in die Zange und fühlen dem Geschäftsmodell seines Arbeitgebers auf den Zahn.
Das Berliner Unternehmen vermittelt möblierte Wohnungen auf Zeit. Die erste Frage liegt nahe: „Wozu brauche ich denn jetzt noch Wunderflats?“
Schließlich gibt es die großen Anzeigenportale. Warum sollten Sie als Eigentümer nicht einfach dort inserieren und sich die Provision sparen?
Wozu ein Mittelsmann?
Die Antwort des Gastes: Auf eine günstige Anzeige melden sich binnen Tagen sehr viele Bewerber, und dann fängt die Arbeit erst an, weil Sie herausfinden müssen, welcher zahlt und ins Haus passt.
Sein Unternehmen trifft eine Vorauswahl und fragt dafür beim Arbeitgeber nach. Das macht ein Mensch und kein Programm, sagt Markus Rosenthal, weil es in diesem Markt auf Vertrauen ankomme.
Drei Fragen aus der Folge
Schlupfloch? Möbliert und befristet, also an der Mietpreisbremse vorbei? Der Gast hält im April 2019 dagegen, dass alle Regeln des Mietmarkts auch hier gelten, und erinnert an die alte Monteurswohnung.
Wie Airbnb? Sein Unternehmen biete „Wohnen auf Zeit an und nicht Tourismus auf Zeit“. Mirko Otto sieht den Unterschied auch, weil ein Mieter für ein halbes Jahr die Nachbarn kaum belastet.
Doppelmoral? Mirko Otto stört, dass eine landeseigene Gesellschaft selbst möbliert auf Zeit vermietet, während es Studenten erschwert wird, ihre Wohnung in den Semesterferien zu vermieten.
Bleibt die Sorge, dass die Politik auch hier einen Riegel vorschiebt. Markus Rosenthal schließt nichts aus: „Je irrationaler, desto wahrscheinlicher.“
Die Folge gibt den Stand vom April 2019 wieder; seit April 2026 verlangen die Berliner Bezirke in Milieuschutzgebieten eine Genehmigung für die befristete Vermietung.
Ob wir ihm eine oder mehrere Schweißperlen entlocken konnten? Das hören Sie in der Folge.