Umwandlung in Eigentumswohnungen
Heute geht es weiter mit dem Thema Mietrechtsreform. Dem Entwurf von 2016, der nie Gesetz wurde, ist anzusehen, dass es mehr Mieter als Vermieter gibt, denn leichter macht er es den Eigentümern nicht.
Was passiert, wenn das Vermieten immer mehr Hürden bekommt? Mirko Otto bringt in der Folge vom Juli 2016 einen Zeitungsbericht mit: In Berlin wurden 2015 mehr als 17.000 Mietwohnungen zu Eigentum.
Für ihn ist das eine Folge solcher Reformen, weil sich immer mehr Eigentümer fragen: „vermiete ich denn dann überhaupt noch oder verkaufe ich nicht lieber meine Wohnung?“
Warum Mietwohnungen fehlen
Bei der Aufteilung werden aus einem Mietshaus einzelne Eigentumswohnungen. Wird eine davon frei, geht sie meist an einen Käufer, der selbst einzieht, und ist dem Mietmarkt auf Dauer entzogen.
Nach den Zahlen der Sendung fielen damals mehr Mietwohnungen weg, als neue gebaut wurden. Statt der Vergrößerung des Angebots, die die Mieten dämpfen würde, entsteht also Verknappung.
Getroffen werden ausgerechnet die, die geschützt werden sollen: Mieter mit kleinem oder mittlerem Einkommen, die nicht kaufen können, weil sie keine Finanzierung bekommen.
Wie Berlin die Aufteilung regelt, lesen Sie im Beitrag Umwandlung in Berlin.
Drei Gedanken aus der Folge
Wünsch dir was. Mirko Otto wundert sich über die Verwunderung in dem Bericht: Ein Markt funktioniert nicht „über Wünsch dir was“, sondern nach ökonomischen Kriterien.
Eigenbedarf. Ein zweiter Bericht aus München meldet steigende Eigenbedarfsklagen. Auch das hält er für logisch: Wird Wohnraum knapp, braucht mancher Eigentümer die eigene Wohnung selbst.
Bestandsmieter. Wenn Sie schon Mieter sind, leben Sie etwas gesicherter. Von Mieterhöhungen bleiben Sie nach seiner Einschätzung auf lange Sicht trotzdem nicht verschont.