Immobilie privat verkaufen?
Sie haben Ihr Haus oder Ihre Wohnung für den Verkauf hergerichtet: Gerümpel entsorgt, Platz gemacht, die Stärken in Szene gesetzt. Super. Als Nächstes brauchen Sie Interessenten. Aber woher?
Zuerst steht eine Entscheidung an: selbst verkaufen oder mit Makler. Mirko Otto rät, sie gründlich zu überlegen, „weil wenn ich es selber machen will, muss ich es auch selber können“.
Sein Test: Holen Sie zwei Freunde ins Haus. Einer spielt den Kaufinteressenten, der andere filmt mit dem Handy, und Sie üben das Verkaufsgespräch. Klappt das, dann machen Sie es selbst.
Exposé, Inserat, Postkarte
Am Anfang steht das Exposé. Fotografieren Sie bei Sonne und nicht an einem schummrigen Novembernachmittag, und lassen Sie den alten Grundriss für ein paar Euro neu zeichnen.
Schreiben Sie auch auf, was für Sie selbstverständlich ist: Bäcker, Bushaltestelle, Schule, Freibad. Ein neuer Interessent weiß das nicht, und eine Karte mit den Wegen zu Fuß hilft ihm.
Neben dem Inserat im großen Portal empfiehlt Mirko Otto kleine Postkarten für die Briefkästen der Nachbarschaft, denn damit erreichen Sie Käufer, die gar nicht aktiv suchen.
Drei Gedanken aus der Folge
Verbrannt. Monatelang selbst probieren und dann zum Makler gehen kann viel verderben. Steht ein Objekt zu lange im Markt, gilt es als Ladenhüter, laut Mirko Otto ist es „am Markt verbrannt“.
Geheim verkaufen. Mancher will verkaufen, aber der Nachbar soll es nicht erfahren. Mirko Otto sagt dazu immer, „da will jemand nicht verkaufen“. Gehen Sie offensiv damit um.
Mikrolage. Nachbarn kennen die Ecke, den Weg zum Bus und die Geschäfte. Oft meldet sich jemand, dessen Bruder oder Freund schon immer in die Gegend ziehen wollte.