Was ist eigentlich eine Geldanlage?
In der letzten Ausgabe ging es um das Eigenheim als Geldanlage, heute fassen wir den Bogen weiter: Was genau ist eine Geldanlage? Das klingt trivial und ist es bei näherem Hinsehen nicht.
Wie stabil ist unser Geld? Sollten wir Deutschen wirklich alle Aktionäre werden, weil ein Sparbuch schon regelrechte Geldvernichtung ist? Und was ist hier noch Geldanlage, und was ist Zocken?
Mirko Otto fängt bei der Inflation an, mit einem Beispiel, das jeder kennt: Wo beim Chinesen das Essen früher 12 D-Mark gekostet hat, kostet es inzwischen 12 Euro.
Geldwert und Sachwerte: der Unterschied
Ein Geldwert ist ein Anspruch auf Zahlung: Sparbuch, Versicherung, Anleihe. Sie bekommen Ihr Geld zurück. Die Frage ist nur, was Sie sich dann dafür kaufen können.
Sachwerte sind alles, was wirklich da ist und sich anfassen lässt: Gold, Immobilien, auch Aktien von Unternehmen, die tatsächlich etwas herstellen.
„Wenn man den wirklich verstanden hat, dann hat man schon mal die Hälfte vom Thema Geldanlagen verstanden“, sagt Mirko Otto über diesen Unterschied.
Drei Gedanken aus der Folge
Aktien. „Die Firma muss Geld verdienen, weil dann ist sie was wert.“ Verliert sie über Jahre Geld, ist der Kauf eine Wette. Mirko Otto sagt selbst, er sei kein Aktienexperte.
Gold. „Es ist ja eigentlich zu nichts nütze“, und trotzdem traut ihm jeder zu, Wert aufzubewahren. Gemeint ist das Metall im Safe, nicht das Zertifikat.
Immobilie. Ihr Vorteil ist die stetige Miete. Solange Sie nicht verkaufen müssen, stört es wenig, wenn der Wert zwischendurch schwankt.
Nach 50 Minuten haben Sie ein solides Grundwissen und sind obendrein gut unterhalten worden. Gern geschehen. Eine Anlageberatung ist das Gespräch nicht.