Möbliert vermieten auf Zeit
Es gibt viele Gründe, sich von einer Immobilie nicht zu trennen, die Sie nicht mehr bewohnen: Lebensentwürfe und Arbeitsorte ändern sich, oder es ist das Elternhaus. Warum also verkaufen?
Das Thema hatten wir im ersten Gespräch mit Markus Rosenthal von Wunderflats angerissen. Heute gehen wir in medias res, am Beispiel eines geerbten Einfamilienhauses im Berliner Südwesten.
Die Faustregel lautet: Was möchten Sie in einem Ferienhaus vorfinden? Der Mieter kommt mit dem Koffer und nicht mit der Schrankwand, und er erwartet WLAN, Waschmaschine und gern auch Bettwäsche.
Der Ablauf in vier Schritten
Damals sah sich zuerst ein Mitarbeiter Haus oder Wohnung an und sagte, was vorher gemacht werden sollte: ein altes Dachfenster tauschen, Dichtungen im Bad erneuern. Entscheiden müssen Sie das selbst.
Dann geht es um die Miete. „Es gibt keine Mietpreisgarantie“, sagt Markus Rosenthal, der Preis finde sich am Markt. Bleiben die Anfragen aus, liegt es vermutlich daran.
Danach kommen der Fotograf, die Anzeige und der Entwurf des Mietvertrags. Interessenten werden Ihnen mit Profil und Arbeitgeberbescheinigung vorgeschlagen, und Sie entscheiden, wen Sie nehmen.
Drei Gedanken aus der Folge
Vollständig. Bücherwand, Korkenzieher und Raclette dürfen bleiben, Gerümpel nicht. „Je umfassender die Ausstattung, desto eher werden die Wohnungen auch angenommen.“
Ungesehen. Nach Angaben des Gastes wollte 2019 nur noch einer von hundert Mietern vorher besichtigen, weil Fotos und Beschreibung genau zeigen, was sie erwartet.
Bedingungen. Soll die Putzhilfe weiter kommen oder ein Gärtner den Garten pflegen, gehört das von Anfang an ins Angebot. Die Vermittlung kostete damals zehn Prozent der Miete.
Ablauf und Rechtslage sind der Stand vom März 2019. Seit April 2026 verlangen die Berliner Bezirke in Milieuschutzgebieten eine Genehmigung für die befristete Vermietung.