Offene Besichtigung oder Termin?
Sie haben Ihre Anzeigen geschaltet, vielleicht Postkarten verteilt, und jetzt klingelt das Telefon. Der erste Interessent ist dran und möchte Ihr Haus oder Ihre Wohnung gern sehen.
Jetzt brauchen Sie die perfekte Besichtigung. Mirko Otto erklärt im dritten Teil unserer Reihe zum Hausverkauf, wie das geht, und der Moderator erzählt, wie es lieber nicht laufen sollte.
Die offene Besichtigung am Sonntag um zwölf passt, wenn viele Leute kommen: Dann entsteht ein Sog, weil niemand drei Wochen überlegen kann. Im oberen Preissegment rät er davon ab.
Kaffeeduft und Kaminfeuer
Beim Einzeltermin zählt der erste Eindruck. Mirko Otto kocht vorher frischen Kaffee, weil der Duft durchs Haus zieht, auch wenn die meisten Besucher gar keine Tasse wollen.
Es ist ein Unterschied, ob Sie sagen, der Kamin gehe, oder ob das Feuer schon prasselt, wenn die Gäste hereinkommen. Dazu passen ein paar Kekse und leise Musik, ein Buffet wäre übertrieben.
Legen Sie den Termin so, dass es ruhig im Haus ist und nur einer führt. Am Ende geben Sie das Exposé mit Bildern noch einmal mit, denn Ihre Besucher sehen sich mehrere Objekte an.
Drei Gedanken aus der Folge
Reihenfolge. „Also wir wollen nicht im Keller enden, das wäre fatal.“ Führen Sie von schön nach schöner und enden Sie am schönsten Ort, etwa am Kamin oder auf dem Balkon.
Ehrlichkeit. „Probleme nicht verschweigen, die Leute merken es ja sowieso.“ Sagen Sie offen, wenn an einigen Tagen im Jahr vor der Tür kein Parkplatz zu finden ist.
Probesitzen. Einem Paar, das den Straßenlärm fürchtete, stellte Mirko Otto als Makler Gartenstühle, Rotwein und ein Windlicht aufs Grundstück. Am nächsten Tag wollten die beiden kaufen.