Rauchmelderpflicht in Berlin
Seit dem 1. Januar 2017 ist sie auch in Berlin angekommen: die Rauchmelderpflicht. Doch diese einfache Aussage, wie sie damals gern in der Zeitung stand, ist etwas irritierend.
In der Folge vom Juni 2017 sortiert Mirko Otto das: Die Pflicht galt zunächst nur für Neubauten, die nach dem Stichtag fertig wurden.
Für alle anderen lief eine Frist zum Nachrüsten, die Ende 2020 abgelaufen ist, sodass die Pflicht heute für alle Wohnungen in Berlin gilt.
Ein „Altbau“ im Sinne dieser Regel war damit auch ein Haus aus dem Jahr 2016, worüber sich die beiden in der Sendung hörbar amüsieren.
Wen die Pflicht trifft
Die Pflicht trifft in erster Linie Vermieter und Eigennutzer. „Es ist eine Pflicht, die dem Eigentümer obliegt“, sagt Mirko Otto.
Vermieter durften die Kosten nach damaligem Stand umlegen. Betriebsbereit halten müssen die Melder in Berlin die Mieter, sofern der Eigentümer das nicht selbst übernimmt.
Die Melder gehören in alle Wohn- und Schlafräume und in die Flure, über die der Rettungsweg führt, aber nicht in die Küche, weil sie dort bei jedem etwas schärfer angebratenen Steak anschlagen.
Kontrollieren müsste das die Bauaufsicht. Ob sie das je schafft, weiß Mirko Otto nicht, aber nach einem Brand stellt sich die Frage nach der Verantwortung auch ohne Kontrolle.
Drei Fragen aus der Folge
Welche Melder? Geräte mit Prüfzeichen gibt es in jedem Baumarkt. Die meisten fiepen nur, einige lassen sich über eine Alarmanlage auf einen Sicherheitsdienst aufschalten.
Wann die Batterien wechseln? Am besten bei allen Meldern im Haus am selben Tag, weil Sie sonst die Übersicht verlieren und jede zweite Anfahrt die Ersparnis wieder auffrisst.
Wie sinnvoll ist das? Darüber wird in der Sendung gestritten. Der Moderator hält die Gefahr für unwahrscheinlich, Mirko Otto findet ein Gerät für zehn Euro vertretbar, wenn es Leben rettet.
Am Ende sind sich beide einig. „Es ist halt Gesetz“, sagt Mirko Otto, und nach einem Brand haben Sie lieber einen Melder an der Decke gehabt.