Hausbesichtigung: Worauf achten?
Besichtigungen. Gibt es da wirklich etwas zu lernen? Hingehen, gucken und abwarten, ob Sie begeistert sind und alles passt: Das kommt der Sache schon ziemlich nah, sagt Mirko Otto.
Es geht aber ein ganzes bisschen cleverer. Er hat beruflich Tausende Häuser und Wohnungen von innen gesehen und weiß, wo sich Zeit und vor allem Enttäuschung sparen lassen.
Das beginnt vor der Abfahrt: Lassen Sie sich Exposé und Grundriss schicken und schauen Sie auf die Karte. Wo liegen Autobahn, Bahnhof und Schule? Fehlen Innenfotos, fragen Sie nach Küche und Bad.
Vor Ort mit Plan und Zollstock
Nehmen Sie eine Kopie des Grundrisses mit und zeichnen Sie ein, wo Möbel stehen. Fragen Sie höflich, ob Sie fotografieren dürfen, denn nach einer Woche wissen Sie nicht mehr, wo der Kamin war.
Gehen Sie einmal ums Haus, auch bei einer Eigentumswohnung. Feuchte Stellen, abgeplatzte Farbe oder größere Risse sollten Sie sehen, denn gebrauchte Immobilien werden meist verkauft wie gesehen.
Fällt Ihnen etwas auf, kommen Sie ein zweites Mal mit einem Fachmann wieder. Dazu gibt es die Seite Gutachter beim Hauskauf.
Drei Gedanken aus der Folge
Zimmerzahl. Wohnzimmer und Esszimmer werden gern als zwei Zimmer gezählt, obwohl sie zusammenhängen. Mirko Otto fiel selbst darauf herein: Die Zahl stimmte, aber es waren Durchgangszimmer.
Maklerdeutsch. „Verkehrsgünstig“ heißt in der Regel auch laut, und bei „modernisiert“ lohnt die Frage nach dem Jahr. Rufen Sie an und fragen Sie nach, bevor Sie losfahren.
Ein bisschen feucht. So nannte ein Makler den Keller. Mirko Ottos Messgerät zeigte überall hundert Prozent an: „das Mauerwerk schwimmt vor Wasser“.