Bankgespräch vorbereiten
Sie haben Ihre Traumimmobilie gefunden, und nun? Es wird Zeit für die Frage, woher der Kaufpreis kommen soll, denn die wenigsten haben ihn locker parat.
Ein alter Spruch sagt: „Eine Bank ist eine Institution, die einem Geld leiht, nachdem man den Nachweis angetreten hat, dass man keines braucht.“
Mirko Otto rät deshalb, Sie sollten „lernen zu denken wie ein Banker“. Der fragt immer nach dem schlimmsten Fall: „Der geht in seiner Betrachtungsweise immer davon aus, dass es nicht klappt.“
Persönlich nehmen müssen Sie das nicht. Er zahlt einen geplatzten Kredit zwar nicht aus eigener Tasche, aber seiner Karriere schadet es, wenn das öfter vorkommt.
Unterlagen wie eine Bewerbung
Natürlich können Sie den Lohnzettel lose auf den Tisch legen. Besser ist eine Mappe mit Deckblatt, kurzem Anschreiben und Registern, denn im Grunde bewerben Sie sich um den Kredit.
Hinein gehören die Selbstauskunft, die letzten Einkommensnachweise und Belege über Ihr Erspartes, dazu Exposé, Grundriss, Grundbuchauszug und bei einer Wohnung die Teilungserklärung.
Der Grund: Ihr Gegenüber entscheidet nicht allein. Ein zweiter Banker, der Sie nie gesehen hat, urteilt nur nach Zahlen und Daten, und ihm muss alles vollständig vorliegen.
Drei Gedanken aus der Folge
Schufa. Holen Sie Ihre Auskunft vorher selbst ein. Bei Mirko Otto standen einmal Kredite darin, die längst zurückgezahlt waren.
Hausbank. Sie kennt Ihr Konto seit Jahren und sagt Ihnen früh, was Sie sich leisten können. Dieses erste Gespräch gehört deshalb vor die Suche nach der Immobilie.
Kein Gütesiegel. Eine Zusage heißt nicht, dass die Immobilie etwas taugt. Banken „prüfen auf keinen Fall, ob das jetzt ein gutes oder ein schlechtes Geschäft für mich ist“.
Weshalb die Bank mit einem eigenen, vorsichtigen Wert rechnet, lesen Sie im Beitrag Warum die Bank weniger ansetzt als den Kaufpreis.