Haus oder Eigentumswohnung?
Zusammen mit Immobilien-Investor Christian Gérôme fragen wir im März 2018: Wo in Berlin sollten Sie ein Einfamilienhaus suchen? Schnell geht es um mehr, nämlich um Haus oder Eigentumswohnung.
Der Berliner tut sich mit der Wohnung als Alternative schwer, sagt Mirko Otto. Dabei gilt für ihn: „Das freistehende Einfamilienhaus ist die teuerste Wohnform, die man haben kann im Normalfall.“
Christian Gérôme hält dagegen. Die Wohnung sei bequem, weil ein Anruf bei der Hausverwaltung genügt, aber das eigene Haus mit Garten bedeute Freiheit und eben auch Verantwortung.
Wo sich die Suche lohnt
Einig sind sich beide, dass eine normal verdienende Familie in München kaum noch ein Haus kaufen kann. „Aber in Berlin ist es möglich. Diese Freiheit haben wir“, sagt Gérôme.
Seine Tipps von damals liegen am Rand: der Süden, wo der Flughafen BER noch nicht eröffnet war, und Spandau, das er für unterschätzt hielt. Die Preise aus der Sendung gelten nicht mehr.
Warum das Eigenheim trotzdem keine Geldanlage ist, hören Sie in Folge 4: Ist das Eigenheim die beste Geldanlage?
Drei Gedanken aus der Folge
Mut zum Unansehnlichen. Ein zugewachsenes Haus mit alter Küche schreckt viele Käufer ab, und gerade deshalb ist der Preis dort eher vernünftig. „Man muss auf Substanz gucken“, sagt Gérôme.
Nicht allein hingehen. Mirko Otto rät, zur Besichtigung jemanden mitzunehmen, der Bauschäden beurteilen kann, weil Sie als Laie schwer erkennen, ob Farbe genügt oder ein Abriss ansteht.
Bewusst teuer wohnen. Wenn Sie wissen, dass das Haus mit Garten die teure Wahl ist, und sich trotzdem dafür entscheiden, ist das für Mirko Otto völlig in Ordnung.