Zertifizierter Sachverständiger
Es gibt viele Dinge, an denen Sie einen guten Sachverständigen erkennen. Zertifikate spielen dabei eine große Rolle, weil eine unabhängige Stelle den Gutachter auf Herz und Nieren geprüft hat.
Nur ist Zertifikat nicht gleich Zertifikat, denn „zertifiziert kann man sich grundsätzlich immer nennen“, sagt Mirko Otto. Eine Hörerin aus Bochum wollte wissen, woran sie Qualität erkennt.
Ganz unten steht der freie Sachverständige, der sich einfach so nennt. Das kann ein guter Gutachter sein, sagt Mirko Otto, er hat es nur nie in einer Prüfung bewiesen.
Welche Zertifizierung zählt
Dann gibt es Siegel von Verbänden, die nach eigenen Regeln gegen eine Jahresgebühr vergeben werden. Mirko Ottos Rat: Suchen Sie die Zertifizierung im Netz und sehen Sie nach, was sie verlangt.
Etwas anderes ist eine Stelle, die selbst überwacht wird. Dort werden die Prüfer bestätigt und die Prüfungen in Stichproben kontrolliert, und alle fünf Jahre steht eine neue Prüfung an.
Welche Merkmale daneben zählen, lesen Sie im Beitrag Woran Sie einen guten Sachverständigen erkennen.
Drei Gedanken aus der Folge
Das Fachgebiet. Bestellung oder Zertifizierung müssen zum Auftrag passen. Für den Wert Ihrer Immobilie hilft Ihnen kein Fachmann für Bauschäden, Mieten oder Fenster.
Das Mustergutachten. Fragen Sie danach, gern anonymisiert: „Zeig mir mal, wie du arbeitest.“ Gut ist es, wenn Sie als Laie dem Gedankengang folgen können, auch ohne jede Zahl zu prüfen.
Der zweite Leser. Mirko Otto kennt kein größeres Büro, in dem nicht ein zweiter Sachverständiger gegenliest. Ein Einzelkämpfer kann trotzdem ordentliche Gutachten schreiben.