Was ist eine Reverse Mortgage?
Das Eigenheim bewahrt Vermögen auf, aber eben immer in Gänze. Brauchen Sie Geld, können Sie nicht ein paar Treppenstufen versetzen und sind wieder flüssig.
Im Alter wird das zum Problem: Das Haus ist abbezahlt, die Rente klein, Treppe und Garten werden beschwerlich. Mögliche Folge: Verkauf, Auflösung des Hausstands, Altenheim. Der pure Horror.
Aus den USA kommt ein anderer Weg, die Reverse Mortgage oder grob „Rückwärtshypothek“. Die Bank lässt sich eine Grundschuld eintragen und zahlt Ihnen das Darlehen in Raten aus, wie eine Rente.
Wohnen bleiben, Geld bekommen
Wann Sie ausziehen, bestimmt dabei nicht der Geldgeber, sondern allenfalls „der da oben“. Mirko Otto hört immer wieder: „Mich kriegen sie hier nur mit den Füßen voran raus.“
Verkaufen Ihre Erben später, bekommt die Bank die gezahlten Raten samt Zinsen zurück, und der Rest gehört ihnen. Sie erben also weniger, und darüber sprechen Sie besser vorher.

In der Folge vom April 2015 war das Modell in Deutschland kaum zu bekommen. In den USA ist es üblich, weil die staatliche Rente dort viel weniger trägt.
Drei Gedanken aus der Folge
Wohnungsrecht. Sie können verkaufen oder an die Kinder übertragen und sich das Recht vorbehalten, wohnen zu bleiben. Die Kinder können Ihnen im Gegenzug eine Rente zahlen.
Gegenleistung. Statt Geld sind auch Pflege, Gartenarbeit oder der Umbau des Bades denkbar. Zu verschenken hat dabei niemand etwas: Sie geben etwas her, oft erst nach Ihrem Tod.
Lage. All das geht nur dort, wo das Grundstück etwas wert ist, weil das Haus altert und dem Gläubiger am Ende vor allem der Boden bleibt.
Wie ein solches Recht den Wert verändert, lesen Sie im Beitrag Wohnrecht für die Eltern: Was es vom Wert abzieht.
Mirko Ottos wichtigste Botschaft: Verkaufen und ausziehen ist nicht der einzige Weg, um an Geld zu kommen.