Finanzierung der Kapitalanlage
Willkommen zum dritten Teil unserer Reihe, in der Doreen Wolf eine Wohnung als Kapitalanlage kauft. Gesucht und gefunden ist sie, nun kommt das nächste Kapitel: die Finanzierung.
Zu welcher Bank geht sie? Zu keiner, sondern zu einem Finanzierungsvermittler. Er fragt mehrere Banken an und bekommt seine Provision von der Bank, bei der sie abschließt.
Mirko Otto hält das für sinnvoll, wenn Einkommen und Eigenkapital stimmen, denn dann werben mehrere Banken um Sie. Ist nur eine Bank bereit, verhandeln Sie aus einer schwächeren Position.
Kleine Wohnung, wenige Banken
Die Überraschung: Für 34 Quadratmeter blieb 2017 genau eine Bank übrig. Viele finanzierten erst ab 40 oder 45 Quadratmetern, weil die Prüfung gleich viel Arbeit macht, der Ertrag aber kleiner ist.
Mitbringen musste Doreen Wolf Lohnbescheinigungen, Lohnsteuerbescheinigungen, Kontostände und den Mietvertrag. Den Rest erledigte der Vermittler, sodass es für sie kaum Papierkram war.
Besichtigt hat die Bank die Wohnung nicht. Bei kleinen Darlehen genügt ihr eine Bewertung am Schreibtisch, und ein Bankgutachter rechnet ohnehin „immer eher nach unten und eher vorsichtig“.
Drei Fragen aus der Folge
Ohne Eigenkapital? „Am Anfang geht das immer auch mit einer 100-Prozent-Finanzierung. Ob das immer klug ist, ist eine andere Frage.“ Doreen Wolf brachte 15 Prozent und die Nebenkosten selbst auf.
Wie schnell tilgen? Sie legt jeden Monat etwas zur Miete dazu und ist nach zehn Jahren schuldenfrei. So bleibt offen, ob sie die Wohnung dann behält, verkauft oder als Sicherheit einsetzt.
Und die Steuer? Absetzen lassen sich die Zinsen, nicht die Tilgung. Je weiter der Kredit abgezahlt ist, desto mehr von der Miete müssen Sie deshalb versteuern.
Weshalb die Bank vorsichtiger rechnet als ein Käufer, lesen Sie im Beitrag Warum die Bank weniger ansetzt als den Kaufpreis.