Markt & Politik

Der Berliner Immobilienmarkt 2025 in fünf Zahlen

Mehr Verkäufe, stabile Preise, weniger umgewandelte Mietwohnungen: Was der neue Marktbericht des Gutachterausschusses über das Jahr 2025 in Berlin sagt.

2 Min. Lesezeit · August 2026

Blick von oben auf ein Berliner Wohnquartier mit Blockrandbebauung, roten Dächern und einer baumbestandenen Straße. Am Horizont steht der Fernsehturm.

Woher die Zahlen stammen

Jeder Kaufvertrag über ein Grundstück geht in Abschrift an den Gutachterausschuss. Aus dieser Kaufpreissammlung entsteht einmal im Jahr der Immobilienmarktbericht.

Der Bericht 2025/2026 ist im Juli 2026 erschienen. Er beruht auf beurkundeten Kaufpreisen und nicht auf den Wunschpreisen aus Inseraten.

Fünf Zahlen für 2025

Kauffälle

22.912 Verkäufe, zehn Prozent mehr als 2024. Der Geldumsatz stieg auf rund 16,1 Milliarden Euro und blieb damit weit unter dem Höchststand von 23,9 Milliarden im Jahr 2021.

Eigentumswohnungen

5.511 € je Quadratmeter Wohnfläche im Mittel der erfassten Verkäufe, nach 5.251 € im Vorjahr. Neubauwohnungen im Erstverkauf kosteten im Mittel 8.108 € je Quadratmeter.

Ein- und Zweifamilienhäuser

2.647 Verkäufe, sieben Prozent mehr als 2024. Ein freistehendes Haus kostete im Mittel 670.000 €, ein Reihenhaus 542.000 €.

Mietshäuser

Reine Mietwohnhäuser wurden im Mittel zum 22,6-Fachen der Jahresnettokaltmiete verkauft. Im Vorjahr war es das 23,5-Fache.

Umwandlungen

966 Mietwohnungen wurden in Eigentumswohnungen umgewandelt, im Jahr 2024 waren es 1.552. Neu gebaute Eigentumswohnungen zählen dabei nicht mit.

Schaubild: Berliner Immobilienmarkt 2024 und 2025 im Vergleich. Eigentumswohnungen kosteten im Mittel 5.251 Euro je Quadratmeter im Jahr 2024 und 5.511 Euro im Jahr 2025. Mietshäuser wurden 2024 zum 23,5-Fachen und 2025 zum 22,6-Fachen der Jahresmiete verkauft. Umgewandelt wurden 1.552 Mietwohnungen im Jahr 2024 und 966 im Jahr 2025. Quelle: Immobilienmarktbericht Berlin 2025/2026. Schaubild: Berliner Immobilienmarkt 2024 und 2025 im Vergleich. Eigentumswohnungen kosteten im Mittel 5.251 Euro je Quadratmeter im Jahr 2024 und 5.511 Euro im Jahr 2025. Mietshäuser wurden 2024 zum 23,5-Fachen und 2025 zum 22,6-Fachen der Jahresmiete verkauft. Umgewandelt wurden 1.552 Mietwohnungen im Jahr 2024 und 966 im Jahr 2025. Quelle: Immobilienmarktbericht Berlin 2025/2026.

Was der Gutachterausschuss daraus liest

Im Vorwort hält der Ausschuss fest, dass er für nahezu alle Teilmärkte Preisstabilität festgestellt hat. Kleine Veränderungen sieht er innerhalb der natürlichen Streuung.

Im Mittel der erfassten Verkäufe nennt der Bericht bei Eigentumswohnungen ein Plus von rund fünf Prozent, bei Ein- und Zweifamilienhäusern von rund einem Prozent.

Die Bodenrichtwerte für den individuellen Wohnungsbau wurden zum 1. Januar 2026 berlinweit um fünf Prozent gesenkt. Für den Geschosswohnungsbau blieben sie unverändert.

Bodenrichtwert oder nicht?

Was das erste Quartal 2026 zeigt

Im ersten Quartal 2026 zählte der Ausschuss 4.811 Kauffälle, zehn Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Der Geldumsatz sank um 14 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro.

Die Preise zeigten sich nach dem Bericht zunächst noch stabil. Einen weiteren Anstieg der Umsätze erwartet der Ausschuss für das erste Halbjahr nicht.

Was die Zahlen für Ihre Immobilie bedeuten

Ein Mittelwert für ganz Berlin sagt wenig über Ihre Wohnung. Im Ortsteil Mitte lag das Mittel der Eigentumswohnungen bei 9.374 € je Quadratmeter, in Spandau bei 3.235 €.

Auch diese Werte fassen verschiedene Lagen, Baujahre und Zustände zusammen. Ein Mittelwert zeigt nicht, ob eine Wohnung vermietet ist, wie ihr Zustand ist und wie ihr Grundriss aussieht.

Vermietet oder bezugsfrei: Wie groß ist der Wertunterschied?

Der Marktbericht zeigt Ihnen deshalb die Größenordnung. Den Wert einer einzelnen Immobilie ergibt erst die Bewertung des Objekts selbst.

Wie ein Verkehrswert entsteht

Der nächste Schritt

Sie wollen wissen, wo Ihre Immobilie im Markt steht?

Ich zeige Ihnen anhand der Kaufpreise des Gutachterausschusses, wo Ihr Objekt steht, und bewerte es zum Stichtag.