Der Bezirk mit den meisten Verkäufen
Die Zahlen stammen aus dem Immobilienmarktbericht 2025/2026 des Berliner Gutachterausschusses, der alle beurkundeten Kaufverträge der Stadt auswertet.
Für 2025 zählt er in Charlottenburg-Wilmersdorf die meisten Kauffälle aller Bezirke, ohne Paketverkäufe. Das sind 12,8 Prozent aller Berliner Verkäufe.
Verkauft werden hier vor allem Wohnungen, denn rund 94 Prozent der Kauffälle entfielen auf Wohnungs- und Teileigentum. Dazu zählen auch Läden und Stellplätze.
Beim Geldumsatz liegt der Bezirk mit rund 1,95 Milliarden Euro auf dem zweiten Platz hinter Mitte.
Der Berliner Immobilienmarkt 2025 in fünf ZahlenWas Eigentumswohnungen gekostet haben
Ein Mittel für den ganzen Bezirk nennt der Bericht nicht. Er weist die Preise je Quadratmeter Wohnfläche für die früheren Bezirke und einzelne Ortsteile aus, ohne die äußersten Ausreißer.
Charlottenburg
Im Mittel 5.201 € je Quadratmeter nach 5.236 € im Vorjahr. Die Spanne reicht von 3.019 bis 7.583 €.
Wilmersdorf
Im Mittel 5.547 € je Quadratmeter nach 5.440 € im Vorjahr. Die Spanne reicht von 3.251 bis 8.009 €.
Grunewald
Im Mittel 6.111 € je Quadratmeter nach 5.957 € im Vorjahr. Die Spanne reicht von 4.005 bis 8.560 €.
Schmargendorf
Im Mittel 5.183 € je Quadratmeter nach 4.877 € im Vorjahr. Die Spanne reicht von 3.166 bis 7.558 €.
Für ganz Berlin nennt dieselbe Tabelle 5.017 € je Quadratmeter. Westend, Halensee und Charlottenburg-Nord haben dort keine eigene Zeile.
Häuser und Bauland
Ein- und Zweifamilienhäuser werden im Bezirk selten verkauft. Der Bericht zählt dafür in jedem Ortsteil nur sehr wenige Verkäufe im Jahr.
Grunewald hat mit im Mittel 9.650 € je Quadratmeter Wohnfläche das höchste Preisniveau der Stadt. Im Vorjahr waren es 12.120 €.
Ein Preisrückgang um ein Fünftel folgt daraus nicht, denn bei so wenigen Verkäufen bestimmt jedes einzelne Haus den Mittelwert.
Die Bodenrichtwerte für Einfamilienhausgebiete wurden zum 1. Januar 2026 um rund fünf Prozent gesenkt. In Grunewald liegen sie in sehr guter Wohnlage bei 2.000 bis 2.700 € je Quadratmeter.
Für Bauland des Geschosswohnungsbaus blieben die Richtwerte unverändert.
Bodenrichtwert oder nicht?Kaum noch neue Eigentumswohnungen im Altbau
2025 wurden im Bezirk zusammen 53 Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt, 38 in Charlottenburg und 15 in Wilmersdorf. In ganz Berlin waren es 966.
Die Aufteilung von Wohngebäuden mit mehr als fünf Wohnungen braucht in Berlin eine Genehmigung. Die geltende Verordnung läuft bis Ende 2030.
Dazu kommen im Bezirk neun soziale Erhaltungsgebiete, unter anderem am Klausenerplatz, am Karl-August-Platz und auf der Mierendorff-Insel.
Auch dort ist es genehmigungspflichtig, Wohnungs- und Teileigentum zu begründen.
Umwandlung in Berlin: Was die Verordnung für Mietshaus und Wohnung bedeutetWas die Zahlen für Ihre Immobilie bedeuten
Schon innerhalb einer Zeile der Tabelle kostet die teuerste Wohnung rund das Zweieinhalbfache der günstigsten, und das nach Abzug der Ausreißer.
Der Gutachterausschuss schreibt selbst, dass seine Mittelwerte kein Index für die Wertentwicklung sind. Sie zeigen das Preisniveau der Wohnungen, die im jeweiligen Jahr verkauft wurden.
Die Tabelle trennt nicht nach Baujahr und nicht danach, ob eine Wohnung vermietet oder bezugsfrei ist. Gerade dieser Unterschied macht in Berlin viel aus.
Vermietet oder bezugsfrei: Wie groß ist der Wertunterschied?Für Ihre Wohnung oder Ihr Haus zählen deshalb die Verkäufe vergleichbarer Objekte in Ihrer Lage. Die Zahlen für den Bezirk zeigen dafür nur die Größenordnung.